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SEO-Optimierung für Online Shops

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 Die Zahl und Vielfalt von Onlineshops ist enorm. Die Konkurrenz deshalb aber auch. Die Folge: Ein gutes Google-Ranking kann für Shops erfolgsentscheidend sein. Wie Sie Ihren eigenen Shop gezielt für Suchmaschinen optimieren können, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Die Keyword-Recherche als Basis Ihrer Optimierung

Wenn Interessenten eine Anfrage in Googles Suchfeld eintippen, erwarten sie ein bestimmtes Ergebnis. Diese Erwartung zu verstehen und dazu passende Inhalte zu liefern, ist der Kern von SEO.

Hilfreich ist deshalb, gleich zu Beginn eine Keyword-Recherche zu machen. Sie verrät Ihnen die exakten Wortlaute, nach denen Ihre Kundinnen und Kunden suchen und lässt Rückschlüsse auf die Suchintention zu. Geben Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel „Kerzenhalter kaufen” bei Google ein, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch tatsächlich einen Kerzenhalter kaufen wollen. Bei „Kerzenleuchter Preis” oder „Kerzenleuchter Dekoideen” hingegen wünschen sie sich eher Informationen oder Inspiration.

Erste Keyword-Ideen erhalten Sie, wenn Sie selbst Schlagwörter in Google eintippen. Die Autocomplete-Funktion wird Ihnen dann verwandte Suchanfragen anzeigen. 

 

SEO-Texte - Der richtige Content für Ihren Shop

Sobald Sie sich einen Überblick über relevante Suchanfragen verschafft haben, können Sie den Texte für Ihren Shop verfassen. Jede Seite sollte dabei auf ein anderes Keyword optimiert werden. Dazu setzen Sie es in die H1- und mindestens eine H2-Überschrift sowie im Fließtext ein. Darüber hinaus ist es sinnvoll, das Keyword in den Metatitel und die Metabeschreibung aufzunehmen – weniger des Rankings wegen als zur Steigerung der Klickrate in den Suchergebnissen.

Achten Sie jedoch darauf, Ihre Texte nicht mit zu vielen Keywords zu versehen. Sie sollten vor allem hilfreich und interessant für die Leserinnen und Leser und gut zu erfassen sein.

In vielen Onlineshops werden Produkte in mehreren Versionen angeboten, die dann eigene Shop-Seiten erhalten. Die Texte auf diesen Seiten ähneln sich in der Regel sehr oder sind sogar identisch. Das kann zu Problemen führen, weil Google nicht weiß, welche Produktvariante es in den Suchergebnissen (SERPs) ausgeben soll: den Strickpullover in rot, blau oder grün? Im schlechtesten Fall rankt dann keine Version auf Seite eins.

Einfacher zu lösen ist das Problem, indem Sie Canonical Tags setzen. Diese geben Google einen Hinweis, welche Produktvariante Sie bevorzugen und in den SERPs sehen möchten. Alle anderen werden von Google ignoriert. Eine kurze Anleitung dazu finden Sie in unserem Artikel zu Duplicate Content unter dem Stichwort „Canonical Tag“.

So optimieren Sie Ihre Bilder

Auch die Bilder in Ihrem Shop können Sie für Suchmaschinen optimieren. Das verbessert Ihre Sichtbarkeit in der Bildersuche, kann sich aber auch positiv auf Ihr Ranking in der Standardsuche auswirken. So gehen Sie dabei vor:

  1. Kontrollieren Sie vor dem Hochladen, dass Ihr Bild nicht zu groß ist. Versuchen Sie, unter 200 Kilobyte Dateigröße zu bleiben – denn sehr große Bilder können die Ladegeschwindigkeit Ihres Shops beeinträchtigen.
  2. Vergeben Sie schon vor dem Upload einen aussagekräftigen Dateinamen. Statt 38392.JPEG nennen Sie Ihr Foto zum Beispiel blauer-strickpullover.jpeg. Nutzen Sie hier am besten erneut ein passendes Keyword.
  3. Vergeben Sie nach dem Hochladen einen Titel für das Bild, in dem das Keyword vorkommt.
  4. Verfassen Sie eine kurze Beschreibung, was auf dem Bild zu sehen ist, in das Feld „Alttext“ beziehungsweise „Alt-Tag“. Auch hier lassen Sie Ihr Keyword einfließen.

Texte für die Kategorie-Seite

Die Kategorie-Seiten Ihres Shops geben Kundinnen und Kunden einen Überblick über Ihr Angebot und zählen zu den wichtigsten Anlaufpunkten. Google spielt sie deshalb grundsätzlich gern in den SERPs aus.

Nutzen Sie das, indem Sie nicht nur Produktseiten optimieren, sondern auch für die Kategorie-Seiten mit relevanten Keywords versehene Texte schreiben und Bilder-SEO betreiben.

Von diesen Maßnahmen abgesehen, geht es vor allem darum, Ihren Kundinnen und Kunden eine möglichst gute Nutzungserfahrung zu bieten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie Ihre Produkte sinnvoll sortieren und Bestseller hervorheben. Sinnvoll ist zudem eine Filterfunktion, mit der Kundinnen und Kunden gezielt nach bestimmten Produkten oder Variablen wie der Größe oder Farbe suchen können. Auch Kundenstimmen und Bewertungen dürfen auf den Kategorie-Seiten Platz finden.

Dass die Seiten schnell laden und auch auf Mobilgeräten problemfrei genutzt werden können, sollte selbstverständlich sein.

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Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihren Shop in Googles Suchergebnissen möglichst weit nach vorne zu bringen: das Verfassen von SEO-Texten, Bilder-SEO oder die Optimierung der Ladegeschwindigkeit.

Letztlich geht es aber nicht darum, möglichst viele Keywords auf Ihre Produkt- und Kategorie-Seiten zu schreiben oder sich in technischen Spitzfindigkeiten zu verlieren. Wichtig ist vielmehr, Ihren Kundinnen und Kunden eine insgesamt hervorragende Nutzererfahrung zu bieten.

Wenn sie sich in Ihrem Shop wohlfühlen, halten sie sich lange dort auf, interagieren mit den Seiten und senden so positive Nutzersignale an Google. Glückliche Kundinnen und Kunden wirken sich auf diesem Weg nicht nur auf Ihre Umsätze, sondern auch auf Ihre Rankings und Sichtbarkeit aus.